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Start S a n d r o M a t t i o l i

Sandro Mattioli

Viele Erfahrungen haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin - in jeder Hinsicht. In beruflicher Hinsicht war es anfangs eine Erfahrung im Fernsehsessel: Ich sah die Serie "Die Reporter" mit Renan Demirkan in der ARD und war von diesem Beruf begeistert: Die Spannung, die er birgt! Das Aufdecken von Missständen! Den Mächtigen auf die Füße treten! Das faszinierte mich 13-Jährigen. Nach der Mitarbeit an der Schülerzeitung, vielen Praktika und Freien Mitarbeiterschaften bei Radios, Fernsehstationen und Zeitungen von lokal bis überregional, von boulevard bis seriös, weiß ich, dass die tägliche Arbeit zum Großteil anderer Natur ist. Die Begeisterung für diesen Beruf ist mir jedoch geblieben.

Eine bedeutende Station auf meinem Weg war das Volontariat bei der Stuttgarter Zeitung, das von Juni 2006 bis Mai 2008 dauerte. Im Anschluss an diese Ausbildung entschloss ich mich, die Redaktion der Stuttgarter Zeitung zu verlassen, um etwas Anderes, Neues zu probieren. Ich ging deshalb nach Rom und habe dort bis Ende 2010 als freier Reporter, Korrespondent und Wissenschaftsjournalist gearbeitet. In dieser Zeit erschien mein erstes Buch, der Fettnäpfchenführer Italien, ein nicht unbedingt bierernster Verhaltensratgeber für Nicht-Italiener und Nicht-ganz-Italiener. Außerdem habe ich gemeinsam mit meinem Kollegen Andrea Palladino die Recherche für ein weiteres Buch begonnen, das im Herbst 2011 im Münchner Herbig-Verlag erscheinen und den Titel "Die Müll-Mafia" haben wird.

Sandro Mattioli      Fotograf: Francesco Bianco

Artikel von mir erschienen unter anderem im Stern, in Geo, in der Bild der Wissenschaft und natürlich auch in der Stuttgarter Zeitung. Unter Referenzen finden Sie alle meine Kunden aufgeführt.

Was mich noch prägte: Natürlich mein Studium in Tübingen und Rom und damit die Beschäftigung mit der Allgemeinen Rhetorik, der Neueren Geschichte und der Empirischen Kulturwissenschaft, meine Familie, meine Herkunft und Heimat und meine Freunde. Dazu gehört auch eine Identität, die für einen Schwaben zu italienisch ist, für einen Italiener aber zu deutsch und für eine eindeutige Antwort zu kompliziert. Immerhin war sie nützlich für einen kleinen journalistischen Erfolg: Mein Text "Die Deutschen erster und zweiter Klasse" wurde von der Jury des Axel-Springer-Preises für junge Journalisten im Jahr 2007 als "herausragende Leistung" gewürdigt. In dem Text geht es um das Schindluder, das mit dem Wort "Migrationshintergrund" getrieben wird, und damit um ein Thema, das mir am Herzen liegt. Wer ihn lesen möchte: hier ist er.
Außerdem danke ich der Otto-Brenner-Stiftung, die mir mit einem Recherchestipendium ermöglicht hat, ausführlich über Müll recherchieren zu können.

 

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