
Die Folgen der Ökomafia einmal ganz konkret: Eine neue Untersuchung des Flusses Oliva im kalabrischen Amantea hat ergeben, dass nicht 100 000 Kubikmeter unter(!) dem Fluss vergraben worden sind (wie ich in meinem Buch "Die Müllmafia" berichte, dem damaligen Kenntnisstand entsprechend), sondern 140 000. Zuerst wurde der vorhandene Untergrund ausgegraben, dann die Löcher mit Giftmüll aufgefüllt. Natürlich will keiner etwas gesehen haben. Heute ist das Grundwasser mit Arsen, Eisen, Mangan und anderen giftigen Stoffen verseucht und für nichts mehr zu gebrauchen: nicht als Trinkwasser, nicht zum Bewässern der Felder und auch nicht für die Tierhaltung, wie ein Bericht des italienischen Umweltministeriums jetzt zeigt. Für die Sanierung des Gebiets fallen wohl Kosten von mindestens 21 Millionen Euro an.
Fazit: Kriminelle Organisationen in Verbindung mit kriminellen Unternehmern machen immense Profite, die Gemeinheit zahlt den Preis. Und damit sind nicht nur die 21 Millionen Sanierungskosten gemeint, sondern auch die unzähligen Kranken und Toten unter den Bewohnern der Gegend. Gäbe es nicht Menschen wie Gianfranco Posa, der im Zentrum des ersten Teils von "Die Müllmafia" steht, und sein Komitee Natale De Grazia, wäre das bis heute niemandem bekannt.









